Regeln für die Organisation des Studiums

Der Akademische Senat der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Karlsuniversität hat gemäß § 27 Abs. 1 lit. b) und § 33 Abs. 2 lit. f) Gesetz Nr. 111/1998 GBl., über die Hochschulen und über die Änderung und Ergänzung weiterer Gesetze (Hochschulgesetz), im Wortlaut späterer Vorschriften, und gemäß dem Statut der Geisteswissenschaftlichen Fakultät in gültiger Fassung folgende Regeln für die Organisation des Studiums an der Geisteswissenschaftlichen Fakultät als ihre interne Vorschrift beschlossen:


Art. 1: Einleitende Bestimmungen

Diese Regeln für die Organisation des Studiums an der Geisteswissenschaftlichen Fakultät (im Weiteren nur „Vorschrift“) legen gemäß Art. 19 Abs. 2, 3 und 4 der damit zusammenhängenden Bestimmungen der Studien- und Prüfungsordnung (im Weiteren nur SPO) der Karlsuniversität (im Weiteren nur „Universität“) die Anforderungen der Studiengänge an der Geisteswissenschaftlichen Fakultät (im Weiteren nur „Fakultät“) fest und regeln die Einzelheiten zur Organisation des Studiums an der Fakultät.




TEIL I.: ANFORDERUNGEN DER BACHELOR- UND MASTERSTUDIENGÄNGE

Art. 2: Abschnitte der Studiengänge

(Zu Art. 4 Abs. 6 SPO)


Für alle Bachelor- und Masterstudiengänge an der Fakultät sind die Studienabschnitte die Studienjahre.


Art. 3: Spezialisierung im Rahmen der Studiengänge

(Zu Art. 5 Abs. 4 SPO)


  1. Im Rahmen des Masterstudiengangs Allgemeine Anthropologie – integrales Studium des Menschen gibt es folgende Spezialisierungen:

      a. 

    soziale, kulturelle und linguistische Anthropologie antropologie,

      b. 

    historische Anthropologie,

      c. 

    philosophische Anthropologie,

      d. 

    Ätiologie des Menschen.

  2. Im Rahmen des Masterstudiengangs Management und Aufsicht in sozialen und medizinischen Organisationen laufen folgende Spezialisierungen:

      a. 

    Management,

      b. 

    Aufsicht.


Art. 4: Mindestanzahl an Credits

(Zu Art. 5 Abs. 6 SPO)


Die Mindestanzahl an Credits für die Einschreibung in den nächsten Studienabschnitt sind beim Bachelorstudiengang:

  a. 

50 Credits für die Einschreibung in den zweiten Studienabschnitt,

  b. 

100 Credits für die Einschreibung in den dritten Studienabschnitt,

  c. 

150 Credits für die Einschreibung in den vierten Studienabschnitt,

  d. 

160 Credits für die Einschreibung in den fünften Studienabschnitt,

  e. 

160 Credits für die Einschreibung in die weiteren Studienabschnitte.


Die Mindestanzahl an Credits für die Einschreibung in den nächsten Studienabschnitt bei zweijährigen Masterstudiengängen sind:

  a. 

50 Credits für die Einschreibung in den zweiten Studienabschnitt,

  b. 

100 Credits für die Einschreibung in den dritten Studienabschnitt,

  c. 

100 Credits für die Einschreibung in die weiteren Studienabschnitte.


Art. 5: Anspuch auf Eintragung in ein Fach

(Zu Art. 7 Abs. 8 SPO)


Der Anspruch, sich für ein an der Fakultät unterrichtetes Fach einzutragen, wird von Kapazitätsgründen nach Art. 7 Abs. 8 SPO berührt; in einem solchen Fall haben bei der Eintragung für ein entsprechendes Fach Studierende Vorrang, die sich im Einklang mit dem empfohlenen Studienplan eintragen; eine eventuelle Kapazitätsbegrenzung ist im Studieninformationssystem angeführt (im Weiteren nur „SIS“).


Art. 6: Wiederholte Eintragung für ein Fach

(Zu Art. 7 Abs. 9 SPO)


  1. Eine wiederholte Eintragung für ein Fach, das im Studienplan des entsprechenden Studiengangs als obligatorisch festgelegt ist, ist ausgeschlossen.

  2. Die wiederholte Eintragung für ein Fach, das im Studienplan des entsprechenden Studiengangs als wahlobligatorisch oder fakultativ festgelegt ist, ist ausgeschlossen, wenn im SIS nicht anders festgelegt.


Art. 7: Frist für die Studienkontrolle eines Fachs

(Zu Art. 8 Abs. 3 SPO)


  1. Die Studienkontrolle eines wahlobligatorischen und eines fakultativen Fachs hat ein Studierender bis zum Ende der Prüfungszeit des Sommersemesters des entsprechenden Studienabschnitts zu erfüllen.

  2. Die Studienkontrolle eines obligatorischen Fachs hat der Studierende spätestens bis zum Ende der Prüfungszeit des Sommermesters des unmittelbar folgenden Studienabschnitts zu erfüllen.


Art. 8: Studienkontrolle und Anerkennung

(Zu Art. 8 Abs. 4, 7, 13, 16-18 SPO)


  1. Bei an der Fakultät unterrichteten Fächern sind Kolloquium, Testat, benotetes Testat und Prüfung immer eine eigenständige Form der Studienkontrolle.

  2. Die Anzahl der Nachholmöglichkeiten, um ein Kolloquium, ein Testat oder ein benotetes Testat zu erlangen, ist dieselbe wie im Falle einer Prüfung, ein Studierender hat Anspruch auf zwei Nachholtermine.

  3. Bei Prüfungen und klassifizierten Testaten werden die Noten „ausgezeichnet“ (1), „sehr gut“ (2), „gut“ (3) und „nicht bestanden“ (4) verwendet.

  4. Bei Anträgen auf Anerkennung einer Studienkontrolle erkennt der Dekan die entsprechende Anzahl an Credits nicht zu:

      a. 

    bei Fächern, die im Rahmen eines früheren absolvierten Studiums erworben wurden, die eine notwendige Bedingung zum Abschluss dieses Studiums waren;

      b. 

    bei Fächern, die im Rahmen eines Parallelstudiums erworben worden. Eine Ausnahme bilden lediglich Studienkontrollen von Fächern, für die sich ein Studierender per SIS als fakultative Fächer im Rahmen der Karlsunivesität eingetragen hat;

      c. 

    bei Fächern, die mit „gut“ benotet wurden. Diese Bedingung gilt für alle Studienkontrollen eines Fachs, und zwar einschließlich von Studienkontrollen bei Fächern, die im Rahmen von Programmen lebenslangen Lernens an der Geisteswissenschaftlichen Fakultät absolviert wurden.

  5. In den übrigen Fällen kann der Dekan über die Anerkennung der Studienkontrolle entscheiden. Auf Anerkennung einer Studienkontrolle besteht kein Anspruch.


Art. 9: Staatsexamen

(Zu Art. 9 SPO)


  1. Die Teile des Staatsexamens (im Weiteren nur „SZZ“) und ggf. ihre Themenkreise sind im Studienplan des entsprechenden Studiengangs festgelegt, und sie können einzeln angelegt werden (zu Art. 9 Abs. 5 SPO). Die Themenkreise können sich auch aus der Spezialisierungsrichtung ergeben (Artikel 9 Abs. 8 lit. b).

  2. Die Mindestanzahl der Credits, die für das Ablegen der einzelnen Teile des SZZ notwendig sind, werden im Falle von Studiengängen, die es ermöglichen, sich zu den einzelnen Teilen des SZZ nacheinander anzumelden, wie folgt festgelegt:

      a. 

    Die Anzahl der Credits, die für das Ablegen eines anderen als des letzten Teils des SZZ im Masterstudiengang Allgemeine Anthropologie notwendig ist, beträgt 24 Credits, die durch das Absolvieren der vom Studienplan vorgeschriebenen Pflichtfächer erworben werden.

      b. 

    Die Anzahl der Credits, die für das Ablegen eines anderen als des letzten Teils des SZZ im Masterstudiengang Studien des zivilen Sektors notwendig ist, beträgt 23 Credits, die durch das Absolvieren der vom Studienplan vorgeschriebenen Pflichtfächer für den ersten Teil des SZZ und 27 Credits, die durch das Absolvieren der vom Studienplan vorgeschriebenen Pflichtfächer für den zweiten Teil des SZZ erworben werden.

      c. 

    Die Anzahl der Credits, die für das Ablegen eines anderen als des letzten Teils des SZZ im Masterstudiengang Elektronische Kultur und Semiotik notwendig ist, beträgt 21 Credits, die durch das Absolvieren der vom Studienplan vorgeschriebenen Pflichtfächer für den ersten Teil des SZZ und 35 Credits, die durch das Absolvieren der vom Studienplan vorgeschriebenen Pflichtfächer für den zweiten Teil des SZZ erworben werden.

      d. 

    Die Anzahl der Credits, die für das Ablegen eines anderen als des letzten Teils des SZZ im Masterstudiengang Sozial- und Kulturökologie notwendig ist, beträgt 60 Credits, die durch das Absolvieren der vom Studienplan vorgeschriebenen Pflichtfächer für den ersten Teil des SZZ und 90 Credits, die durch das Absolvieren der vom Studienplan vorgeschriebenen Pflichtfächer für den zweiten Teil des SZZ erworben werden.




TEIL II.: DETAILS ZUR ORGANISATION DES STUDIUMS IN BACHELOR- UND MASTERSTUDIENGÄNGEN

Art. 10: Eintragung für Fächer

  1. Studierende in Bachelor- und Masterstudiengängen tragen sich für die Fächer nur elektronisch im SIS ein.

  2. Eine vorläufige Registrierung obligatorischer Fächer, bei denen die Bedingungen gemäß Art. 7 Abs. 5 lit. SPO erfüllt sind, nehmen in elektronischer Form die entsprechenden Arbeitsstellen der Fakultät vor. Im Fall eines Bachelorstudiums ist dies das Sekretariat für Bachelorstudien, im Falle eines Masterstudiums die Sekretariate der wissenschaftlich-pädagogischen Arbeitsstätten der Fakultät.

  3. Der Zeitraum der elektronischen Eintragung für Fächer in den einzelnen Studienabschnitten werden in einer Maßnahme des Rektors festgelegt. In diesem Zeitraum ist die Eintragung nur vorläufig, sie kann von den Studierenden geändert werden.


Art. 11: Studienkontrolle

  1. Die Ergebnisse einer Studienkontrolle werden ins SIS eingetragen, und zwar direkt von den Lehrkräften, nur in Ausnahmefällen dann von den durch den Dekan beauftragten verantwortlichen Mitarbeitern.

  2. Die laufende Studienkontrolle erfolgt am Ende jedes Studienabschnitts auf der Basis der Angaben, die ordnungsgemäß im SIS eingetragen sind.

  3. Zum Ablegen der Prüfungen, Kolloquien, Testate und benoteten Testate ist insbesondere der Prüfungszeitraum des Semesters bestimmt, in dem der Unterricht im entsprechenden Fach erfolgt. Für diesen Prüfungszeitraum schreiben die Lehrkräfte Prüfungstermine gemäß Art. 8 Abs. 12 SPO aus. Die Termine werden von den Lehrkräften im SIS ausgeschrieben.


Art. 12: Abschlussarbeit, Staatsexamen

Der Studierende hat Anspruch auf ein Gutachten des Betreuers seiner Arbeit und des Opponenten der Bachelor-/Diplomarbeit, und das spätestens 3 Werktage vor dem Stattfinden der Verteidigung.




TEIL III.: DETAILS ZUR ORGANISATION DES STUDIUMS IN DOKTORANDENSTUDIENGÄNGEN

Art. 13

  1. Das Studium in einem Doktorandenstudiengang läuft nach einem genehmigten individuellen Studienplan unter Leitung eines Betreuers. Der Studienplan kann im Laufe des ganzen Studiums mit Zustimmung des fachlichen Beirats konkretisiert werden.

  2. Der Studienplan legt die Erfüllung der Studienpflichten fest, insbesondere:

      a. 

    den geplanten Ablauf der Forschung und der wissenschaftlichen Tätigkeit einschließlich eventueller Studienaufenthalte und Auslandsstudien;

      b. 

    die Prüfungen, die für das Studium vorgeschrieben sind; die Anzahl und der sachliche Inhalt der vorgeschriebenen Prüfungen düfen nicht im Widerspruch zur gültigen Akkreditierung des entsprechenden Studienganges stehen;

      c. 

    das Thema der Arbeit und der Name des Betreuers, ggf. des Konsultanten;

      d. 

    die Termine für die Erfüllung der festgelegten Pflichten.

  3. Ein Studierender in einem Doktorandenstudium ist verpflichtet, die Ergebnisse seiner Forschungen in der im entsprechenden Wissenschaftsbereich üblichen Form und im Einklang mit der vom fachlichen Beirat ausgegebenen Empfehlung für die Zusammenstellung individueller Studienpläne zu veröffentlichen; gleichzeitig ist er nach den Anweisungen der Abteilung Wissenschaft der Fakultät verpflichtet, seine Publikationen rechtzeitig und entsprechend nachzuweisen, insbesondere durch Speicherung in den entsprechenden elektronischen Datenbanken.

  4. Ein Studierender in einem Doktorandenstudiengang ist verpflichtet, absolvierte Auslandsstudien in den entsprechenden elektronischen Datenbanken nachzuweisen.

  5. Im Einklang mit SPO Art. 10, Abs. 6 läuft das Studium immer unter der Leitung eines Betreuers ab, der vom fachlichen Beirat vorgeschlagen und vom Dekan ernannt wird. Bei einem Betreuerwechsel wird in ähnlicher Form vorgegangen.


Art. 14

  1. Ein Studierender meldet sich dann zur Doktorandenprüfung an, wenn alle partiellen, in seinem individuellen Studienplan festgelegten Studienpflichten erfüllt sind.

  2. Die Dissertation muss mit entsprechendem zeitlichen Vorlauf vor der geplanten Verteidigung eingereicht werden, und zwar so, dass die Bestimmungen von Art. 11, Abs. 14, 15, 17 SPO eingehalten werden können.

  3. Erfolgen die staatliche Doktorandenprüfung und die Verteidigung der Dissertation bei einer Sitzung der Prüfungskommission, muss die Reihenfolge eingehalten werden, bei der zuerst die Doktorandenprüfung erfolgreich abgelegt werden muss, was eine notwendige Voraussetzung dafür ist, dass zur Verteidigung übergegangen werden kann.

  4. Die Kommission für die staatliche Doktorandenprüfung und die Verteidigung der Dissertation hat 5 Mitglieder; den Vorsitzenden und die Mitglieder der Prüfungskommission ernennt der Dekan der Fakultät. Mindestens ein Mitglied der Kommission darf kein Mitglied der akademischen Gemeinde der Fakultät sein.

  5. Ein Studierender hat Anspruch darauf, spätestens 7 Tage vor Stattfinden der Verteidigung die Opponentengutachten zu erhalten.




TEIL IV.: GEMEINSAME BESTIMMUNGEN, ÜBERGANGSBESTIMMUNGEN UND ABSCHLIESSENDE BESTIMMUNGEN

Art. 15: Erledigung von Eingaben von Studierenden in Sachen Studienorganisation

Die Erledigung von Eingaben eines Studierenden obliegt dem entsprechenden Prodekan je nach Studientyp. Die Überprüfung der Erledigung von Eingaben obliegt dem Dekan.


Art. 16: Übergangsbestimmungen

  1. Die Rechte und Pflichten von Studierenden, die ihr Studium vor der Wirksamkeit dieser Ordnung aufgenommen haben, richten sich nach dieser Ordnung.

  2. Auf die Durchführung von Studienfächern im Rahmen der gemäß Hochschulgesetz im Wortlaut der vor dem 1. September 2016 gültigen Fassung akkreditierten Studiengänge beziehen sich in angemessener Weise die Bestimmungen dieser internen Vorschrift über die Durchführung von Studiengängen.


Art. 17: Abschließende Bestimmungen

  1. Es werden die Regeln für die Organisation des Studiums an der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Karlsuniversität Prag vom 6. Juni 2014 aufgehoben.

  2. Diese Vorschrift wurde vom Akademischen Senat der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Karlsuniversität Prag am 27. April 2017 verabschiedet.

  3. Diese Vorschrift erwächst mit dem Tage der Verabschiedung durch den Akademischen Senat der Karlsuniversität Prag in Gültigkeit.1

  4. Diese Vorschrift wird mit dem ersten Tag des Studienjahres 2017/2018 gültig.



Ing. Arch. Mgr. Marie Pětová, Ph.D.

Dekan der Geisteswissenschaftlichen der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Karlsuniversität


Mgr. Milan Hanyš, Ph.D.

Vorsitzender des Akademischen Senats der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Karlsuniversität


PhDr. Tomáš Nigrin, Ph.D.

Vorsitzender des Akademischen Senats der Karlsuniversität



1 Gemäß § 9 Abs. 1., lit. b) Pkt. 2 Gesetz Nr. 111/1998 GBl. in gültiger Fassung. Der Akademische Senat der Karlsuniversität Prag hat diese Ordnung am 23. Juni 2017 verabschiedet.


Last change: December 10, 2018 10:45 
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