Regeln für die Zuerkennung von Stipendien

Der Akademische Senat der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Karlsuniversität hat gemäß § 27 Abs. 1 lit. b) und § 33 Abs. 2 lit. f) Gesetz Nr. 111/1998 GBl., über die Hochschulen und über die Änderung und Ergänzung weiterer Gesetze (Hochschulgesetz), im Wortlaut späterer Vorschriften (im Weiteren nur „Hochschulgesetz“), und gemäß dem Statut der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Karlsuniversität, in gültiger Fassung, folgende Regeln für die Zuerkennung von Stipendien an der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Karlsuniversität als interne Vorschrift beschlossen:


Art. 1: Einleitende Bestimmungen

Diese Regeln für die Zuerkennung von Stipendien an der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Karlsuniversität (im Weiteren nur „Fakultät“) legen auf der Basis der Bestimmungen Art. 4 Abs. 1, 2 und 5, Art. 5 Abs. 1, Art. 6 Abs. 1, Art. 9 Abs. 1 und 2, Art. 10 Abs. 1, Art. 12 Abs. 2, 3 und 4, Art. 13 Abs. 7 und der damit zusammenhängenden Bestimmungen der Stipendienordnung der Karlsuniversität, in gültiger Fassung (im Weiteren nur „Stipendienordnung“), die Bedingungen, Regeln, Details und weitere Erfordernisse für die Zuerkennung von Stipendien an der Fakultät fest.


Art. 2: Leistungsstipendien

(auf der Basis von Art. 4 Abs. 1, 2 und 5 Stipendienordnung)


  1. Ein Leistungsstipendium wird im Einklang mit den Bedingungen der Stipendienordnung Studierenden zuerkannt, die hervorragende Studienergebnisse im vorausgehenden Studienjahr erreicht haben.

    Der Gradmesser für die Zuerkennung eines Leistungsstipendium ist der gewichtete Notendurchschnitt, der sich aus allen Noten aus Prüfungen und weiteren benoteten Studienpflichten berechnet, die im Zeitraum zweier aufeinanderfolgender Semester eines Studienjahres erzielt wurden, gerundet auf zwei Dezimalstellen (im Weiteren nur „Notendurchschnitt“). Erreicht der Studierenden in diesen Zeiträumen nicht mindestens drei solche Noten, kann ihm kein Stipendium zuerkannt werden. Der Notendurchschnitt wird für einen einzelnen Studierenden als Summe aller Produkte der Note berechnet (einschließlich Fehlversuche, die zu diesem Zweck als Bewertung mit „4“ einbezogen werden), die in der entsprechenden benoteten Pflicht erreicht wurden, und der Anzahl der Credits, die zu dieser Pflicht gehören, geteilt durch die Summe aller Credits, die diesen Pflichten entsprechen (einschließlich der Credits der entsprechenden Fehlversuche). Bei der Berechnung des Notendurchschnitts werden dabei die anerkannten Studienpflichten nicht berücksichtigt. Der Notendurchschnitt wird somit nach folgender Gleichung berechnet:



    Legende:

    p – Notendurchschnitt des Studierenden

    n – Anzahl der benoteten Pflichten im vorausgehenden Studienjahr

    mi – Anzahl der Versuche, die der Studierende benötigt hat, um die Pflicht i zu erfüllen.

    z – Note für die Pflicht i bei Versuch j. Hat der Studierende bei Versuch j die entsprechende Pflicht nicht erfüllt, so gilt in diesem Fall z=4.

    Ei – Anzahl der Credits für die Pflicht i.

  2. Ein Leistungsstipendium wird mindestens 10 % der Studierenden der zum 31. Oktober im Bachelorstudium und den anknüpfenden Masterstudiengängen immatrikulierten Studierenden zuerkannt (d. h. ausschlaggebende Anzahl der Studierenden), bei denen kein Hindernis bei der Zuerkennung eines Stipendiums gemäß Stipendienordnung vorliegt.

  3. Zum Zwecke der Zuerkennung von Leistungsstipendien unterteilen sich die Studierenden, bei denen kein Hindernis bei der Gewährung eines Stipendiums gemäß Studienordnung vorliegt und die nicht im ersten Studienjahr eingeschrieben sind, in Gruppen je nach Studiengängen. In den einzelnen Gruppen werden die Studierenden aufsteigend nach Notendurchschnitt gemäß Art. 1 Abs. 1 sortiert, wobei:

      a. 

    zuerst (sortiert nach Durchschnitt) die Studierenden angeführt werden, die bei der letzten üblichen Studienkontrolle (Art. 5 Abs. 6 Studien- und Prüfungsordnung) mindestens eine normale Anzahl an Credits erreicht haben und gleichzeitig die Regelstudienzeit nicht überschreiten.

      b. 

    dann (sortiert nach Durchschnitt) die Studierenden angeführt werden, die bei der letzten üblichen Studienkontrolle (Art. 5 Abs. 6 Studien- und Prüfungsordnung) wenigstens die Mindestanzahl an Credits erreicht haben und gleichzeitig die Regelstudienzeit nicht überschreiten.

      c. 

    dann (sortiert nach Durchschnitt) die übrigen Studierenden angeführt werden.

    Ein Leistungsstipendium wird in jeder Gruppe den ersten zehn Prozent der Studierenden mit dem besten Studienergebnis zuerkannt. Ein Leistungsstipendium wird in jeder Gruppe außerdem jedem weiteren Studierenden zuerkannt, der den gleichen Notendurchschnitt wie der Studierenden mit dem höchsten Notendurchschnitt erzielt hat, dem ein Stipendium nach Satz eins zugestanden wurde.

  4. Als maßgebend für die Zuerkennung von Leistungsstipendien wird der Stand zum 31. Oktober des laufenden Jahres betrachtet. Die Festlegung der Studierenden, denen ein Leistungsstipendium zuerkannt wird, erfolgt spätestens bis zum 20. November des laufenden Jahres, den entsprechenden Studierenden wird das Leistungsstipendium spätestens bis zum 1. Dezember des laufenden Jahres zuerkannt. Das Stipendium wird einmal pro Jahr ausgezahlt.

  5. Die Spanne des Gesamtbetrags des Leistungsstipendiums, die einem Studierenden im entsprechenden Studienjahr ausgezahlt werden kann, richtet sich nach den übergeordneten Vorschriften. Die konkrete Höhe der Leistungsstipendien und die entsprechenden Notendurchschnitte legt nach Äußerung des Akademischen Senats der Fakultät der Dekan per Maßnahme fest.


Art. 3: Stipendium für herausragende Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsergebnisse sowie künstlerische oder weitere kreative Ergebnisse, die zu einer Vertiefung von Kenntnissen beitragen

(auf der Basis von Art. 5 Abs. 1 Stipendienordnung)


  1. Ein Stipendium wird für herausragende Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsergebnisse sowie künstlerische oder weitere kreative Ergebnisse, die zu einer Vertiefung von Kenntnissen beitragen, im Einklang mit den Bedingungen der Stipendienordnung Studierenden gewährt, die vom Leiter einer Arbeitsstätte der Fakultät oder auf Vorschlag eines anderen Organs der Fakultät vorgeschlagen wurden oder das Stipendium kann ihnen auf eigene Initiative des Dekans zuerkannt werden.

  2. Ein Stipendium für herausragende Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsergebnisse sowie künstlerische oder weitere kreative Ergebnisse, die zu einer Vertiefung von Kenntnissen dienen, wird einmalig ausgezahlt.


Art. 4: Stipendium für Forschung, Entwicklung und Innovation gemäß einer besonderen Rechtsvorschrift

(auf der Basis von Art. 6 Abs. 1 Stipendienordnung)


  1. Ein Stipendium für Forschung, Entwicklung und Innovation nach einer besonderen Rechtsvorschrift wird im Einklang mit den Bedingungen der Stipendienordnung Studierenden gewährt, die ein Projekt nach einer besonderen Rechtsvorschrift bearbeiten oder mitbearbeiten.


Art. 5: Stipendien für Fälle, die besondere Beachtung verdienen

(auf der Basis von Art. 9 Abs. 1 und 2 Stipendienordnung)


  1. Stipendien für Fälle, die eine besondere Beachtung verdienen, werden im Einklang mit den Bedingungen der Stipendienordnung Studierenden gewährt, die eine in Art. 9 Abs. 1 Stipendienordnung angeführte Tätigkeit ausüben. Der Dekan kann das Stipendium auf Vorschlag eines Leiters einer Arbeitsstätte der Fakultät oder auf eigene Initiative zuerkennen.

  2. Stipendien für Fälle, die eine besondere Beachtung verdienen, können einmalig oder monatlich ausgezahlt werden.


Art. 6: Stipendium zur Förderung eines Auslandsstudiums

(auf der Basis von Art. 10 Abs. 1 Stipendienordnung)


  1. Ein Stipendium zur Förderung eines Auslandsstudiums wird im Einklang mit den Bedingungen der Stipendienordnung Studierenden zuerkannt, die die Bedingungen einer entsprechenden Ausschreibung für Auslandsaufenthalte erfüllen.

  2. Ein Stipendium zur Förderung eines Auslandsstudiums wird einmalig gezahlt.


Art. 7: Doktorandenstipendium

(auf der Basis von Art. 12 Abs. 2, 3, 4 und 8 Stipendienordnung)


Der Dekan der Fakultät berücksichtigt bei der Festlegung der Höhe des Doktorandenstipendiums für die einzelnen Studienjahre die Höhe der zugeteilten Subvention für Doktorandenstipendien und die Anzahl der Studierenden im Doktorandenstudiengang.


Art. 8: Stipendien aus anderen Quellen

(auf der Basis von Art. 13 Abs. 7 lit. b) Stipendienordnung)


Die Hindernisse für eine Gewährung eines Stipendiums gemäß Art 13 Stipendienordnung beziehen sich auf Stipendien aus anderen Quellen gemäß Art. 15 Stipendienordnung.


Art. 9: Gemeinsame Bestimmungen

  1. De Auszahlungen der Stipendien erfolgen nur bargeldlos auf ein bei einem Geldinstitut in der Tschechischen Republik geführtes Konto. In Ausnahmefällen kann der Dekan eine andere Auszahlungsform zulassen.

  2. Details zur Antragstellung für Stipendien, deren Erfordernisse und über die Auszahlung der Stipendien, ggf. weitere damit zusammenhängende Dinge legt im Einklang mit den universitäts- und fakultätsinternen Vorschriften in einer Maßnahme der Dekan fest. Die Beantragung eines Stipendiums erfolgt auf elektronischem Weg.


Art. 10: Übergangsbestimmungen

  1. Verfahren, die in der Zeit der Wirksamkeit der bisherigen Regeln für die Zuerkennung von Stipendien an der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Karlsuniversität Prag eröffnet wurden, werden nach diesen Regeln für die Zuerkennung von Stipendien an der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Karlsuniversität Prag abgeschlossen.

  2. Auf die Durchführung von Studienfächern im Rahmen der gemäß dem Hochschulgesetz in gültiger Fassung akkreditierten Studienprogramme mit Gültigkeit vor dem 1. September 2016 beziehen sich in angemessener Weise die Bestimmungen dieser internen Vorschrift über die Durchführung von Studiengängen.


Art. 11: Abschließende Bestimmungen

  1. Es werden die Regeln für die Zuerkennung von Stipendien an der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Karlsuniversität Prag, verabschiedet vom Akademischen Senat der Karlsuniversität am 20. Mai 2011, im Wortlaut späterer Vorschriften, aufgehoben.

  2. Diese Vorschrift wurde vom Akademischen Senat der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Karlsuniversität Prag am 20. Juni 2017 verabschiedet.

  3. Diese Vorschrift erwächst mit dem Tage der Verabschiedung durch den Akademischen Senat der Karlsuniversität Prag in Gültigkeit. 1

  4. Diese Vorschrift wird mit dem ersten Tag des Studienjahres 2017/2018 gültig.



Ing. Arch. Mgr. Marie Pětová, Ph.D.

Dekan der Geisteswissenschaftlichen der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Karlsuniversität


Mgr. Milan Hanyš, Ph.D.

Vorsitzender des Akademischen Senats der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Karlsuniversität


PhDr. Tomáš Nigrin, Ph.D.

Vorsitzender des Akademischen Senats der Karlsuniversität



1 Gemäß § 9 Abs. 1., lit. b) Pkt. 2 Gesetz Nr. 111/1998 GBl. in gültiger Fassung. Der Akademische Senat der Karlsuniversität Prag hat diese Ordnung am 23. Juni 2017 verabschiedet.


Last change: December 10, 2018 10:48 
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